Die Goldene Perlenkette der Drikung Linie (nur noch als eBook)

 0,00

Lebens- und Befreiungsgeschichten der Drikung KagyĂŒ Thronhalter

aus dem Tibetischen ins Englische ĂŒbersetzt von Khenpo TsĂŒltrim Tenzin und Hun Lye

deutsche Übersetzung von Heinz-Werner Goertz

Nur noch als eBook lieferbar ! – Printausgabe vergriffen

 

DANA-Exemplar

Dieses Buch ist kostenlos und nicht fĂŒr den Verkauf bestimmt!
Wir freuen uns jedoch ĂŒber eine Spende. Jede Spende trĂ€gt dazu bei, dass weitere Buch- und Text-Projekte realisiert werden können.
Die Kontoverbindung finden Sie im Impressum des Buches.

Artikelnummer: 500-012 Kategorien: , , , Schlagwort:

Beschreibung

Eine EinfĂŒhrung in die erstaunlichen Lebens- und Befreiungsgeschichten der Thronhalter der glorreichen Drikung KagyĂŒ Linie des tibetischen Buddhismus.

Aus der Einleitung:

Die Linie der KagyĂŒ-Vorfahren ist auch als die Goldene Perlenkette (Sertreng) bekannt. Die kostbare und reine Übertragung des Dharma – sowohl seine Ă€ußeren Aspekte als auch innere Verwirklichungen – bildet den Faden, der die goldenen Perlen aufreiht, welche die Thronhalter der Linie sind.

Die vorliegende Sammlung von Biografien prĂ€sentiert 39 Lebens- und Befreiungsgeschichten (Namthar) der Meister der Goldenen Perlenkette der Glorreichen Drikung KagyĂŒ. Seit der GrĂŒndung des Klosters Drikung Thil, des Klostersitzes der Linie, im Jahr 1179 durch Kyobpa Jigten Sumgön (1143-1217) haben die Thronhalter der Linie den kostbaren Dharma bis heute ergeben und rein zum außerordentlichen Nutzen vieler Wesen ĂŒbertragen. Wir, die derzeitige Generation (und alle vergangenen und zukĂŒnftigen Generationen), sind die Nutznießer der GĂŒte dieser großen Thronhalter. Dass wir ihre Namen erfahren, ihre Lebens- und Befreiungsgeschichten lesen (und sogar in einer anderen Sprache als Tibetisch!), durch sie inspiriert werden und schließlich geeignete GefĂ€ĂŸe fĂŒr den kostbaren Dharma-Ambrosia werden können, den sie zuteil werden lassen, geschieht aufgrund des Segens, erzeugt durch die Kraft ihrer Verwirklichungen. Indem wir dieses Buch zugĂ€nglich machen, hoffen wir, dass andere inspiriert werden, auf diese authentischen Lehren zu vertrauen, die von ‚Mund zu Ohr’ ĂŒbertragen wurden, vom ursprĂŒnglichen Buddha Vajradhara ĂŒber die Linie der Drikung KagyĂŒ Thronhalter und Lehrer bis schließlich auf jeden Einzelnen von uns.

 

Inhalt

Einleitung

Ein leichter, feiner Regen – Bittgebet um den Segen der Übertragungslinie

Die Linienhalter der Drikung KagyĂŒ
2. Gurawa TsĂŒltrim Dorje (1154-1221, R. 1217-1221)
3. Önchen Sönam Dragpa (1187-1235, R. 1221-1235)
4. Chenga Dragpa Jungne (1175-1255, R. 1235-1255)
5. Chung Dorje Dragpa (1210-1278, R. 1255-1278)
6. Thokhawa Rinchen Senge (1226-1284, R. 1278-1284)
7. Tsamchepa Dragpa Sönam (1238-1286, R. 1284-1286)
8. Chögoba Dorje Yeshe (1223-1293, R. 1286-1293)
9. Chunyipa Dorje Rinchen (1278-1314, R. 1297-1314)
10. Nyergyepa Dorje GyÀlpo (1284-1350, R. 1314-1350)
11. Nyernyipa Chökyi GyÀlpo (1334-1407, R. 1351-1395)
12. Goshir Döndrub GyÀlpo (1369-1427, R. 1395-1424)
13. Dagpo Wang Rinchen WangyÀl (1395-, R. 1427-1428)
14. ChögyÀl Rinchen PÀl Zangpo (1421-1469, R. 1436-1469)
15. Rinchen Chökyi GyÀltsen (1449-1484, R. 1469-1484)
– Rinchen Chökyi GyĂ€lpo (1448-1504)
16. GyĂ€lwang KĂŒnga Rinchen (1475-1527, R. 1494-1527)
17. GyĂ€lwang Rinchen PhĂŒntsog (1509-1557, R. 1528-1534)
18. Rinchen NamgyÀl (1519-1576, R. 1534-1565)
19. Sönam PÀlgyi Gyatso (1527-1570, R. 1565-1570)
20. Chogle NamgyÀl (1557-1579, R. 1570-1579)
21. ChögyĂ€l PhĂŒntsog Tashi (1547-1602, R. 1579-1602)
22. Naro Tashi PhĂŒntsog (1574-1628, R. 1603-1615)
23. Zhabdrung Tertön Könchog Rinchen: 1. Chetsang (1590-1655, R. 1615-1625)
24. Rigzin Chökyi Dragpa: 1. Chungtsang (1595-1659, R. 1626-1659)
25. Drikungpa Könchog Thrinle Zangpo: 2. Chetsang (1656-1718, R. 1661-1718)
26. Könchog Thrinle Döndrub ChögyÀl: 2. Chungtsang (1704-1754, R. 1718-1747)
27. Könchog Tenzin DrodĂŒl:  3. Chetsang (1724-1766, R. 1747-1766)
28. Drikungpa Könchog Tenzin Chökyi Nyima: 3. Chungtsang (1755-1792; R. 1766-1788)
29. Drikungpa Tenzin Peme GyÀltsen: 4. Chetsang (1770-1826; R. 1788-1810)
30. Tenzin Chökyi GyÀltsen: 4. Chungtsang (1793-1826; R. 1810-1826)
– Lhochen Könchog Tenzin Chökyi Lodrö (Regent) – (1801-1859; R. 1826-1832)
31. Rangjung Chönyi Norbu: 5. Chungtsang (1827-1865; R. 1832-1865)
32. Könchog Thugje Nyima: 5. Chetsang (1828-1881; R. 1866-1871)
33. Könchog Tenzin Chökyi Lodrö:  6. Chungtsang (1868-1906; R. 1872-1906)
34. Könchog Tenzin Zhiwe Lodrö: 6. Chetsang (1886-1943; R. 1906-1943)
35. Könchog Tenzin Chökyi Jungne: 7. Chungtsang (1909-1940; R. 1935-1940)
– Gyabra Könchog Thubten Wangpo (Regent) – (1924-1979; R. 1943-1957)
36. Könchog Tenzin Ngawang Thubten Chökyi Nangwa PÀlzangpo: 8. Chungtsang (geb. 1942; R. 1957-Gegenwart)
37. Könchog Tenzin KĂŒnzang Thrinle LhĂŒndrub: 7. Chetsang (geb. 1946; R. 1958-Gegenwart)

Leseprobe

Der 32. Drikungpa, Könchog Thugje Nyima

Der 5. Drikung Kyabgön Chetsang (1828-1881; R. 1866-1871)

Der fĂŒnfte Kyabgön Chetsang stammte aus einer Hirtenfamilie nördlich von Lhasa, nahe dem Namtso-See. Er wurde in der Nacht einer Mondfinsternis geboren. Jeder in dem Gebiet betrachtete das Kleinkind als einen besonderen Lehrer und er wurde Rinchen Chöwang genannt. Es herrschte unter den KagyĂŒ- Lamas Einhelligkeit, dass er der Chetsang Tulku war. Taglung Zhabdrung, der 14. Karmapa, der neunte Situ (Pema Nyingje Wangpo, 1774-1853), der achte Pawo (Chökyi GyĂ€lpo, 1785-1840) und der siebte Tsurpu GyĂ€ltsab (Chöpel Zangpo) bestĂ€tigten alle seine Anerkennung. Dennoch mussten in dieser Periode der tibetischen Geschichte alle großen Tulkus, die sich auf Zentraltibet stĂŒtzten, durch Ziehen eines Loses aus der sogenannten ‚Goldenen Vase’ erwĂ€hlt werden – ein Ritual, das von der Ganden- Regierung kontrolliert wurde. Die Anwartschaft des jungen Chetsang wurde der Zentralregierung bekannt gemacht und zur rechten Zeit wurde sein Name aus der Goldenen Vase ausgewĂ€hlt. Er wurde dann nach Drikung gebracht, um mit seiner Ausbildung zu beginnen. Abgeordnete der Hauptklöster aller KaygĂŒ-Linien in der Region, einschließlich Tsurpu, Daglha Gampo, Drugpa und Taglung nahmen an seiner großzĂŒgigen Willkommenszeremonie teil. Der 14. Karmapa gab dem junge Chetsang Tulku den Namen Könchog Tenzin Chökyi Lodrö.

Bald danach traf der Regent Lhochen Chökyi Lodrö Rinpoche in Drikung ein, fĂŒhrte das Haarschneideritual durch und gab ihm seinen eigentlichen Namen Könchog Thugje Nyima. Bei dieser Feierlichkeit [Im engl. Text: Upon his tonsure (Anm. d. Übers.) ] machten ihm die Könige von Ladakh und Nangchen viele Geschenke. Der junge Tulku studierte unter seinem Hauptlehrer Könchog Yönten Jungne. 1834 ging Thugje Nyima nach Lhasa, um von dem zehnten Dalai Lama, TsĂŒltrim Gyatso.  Die Goldene Perlenkette der Drikung Linie (1816-1837), die Haarschneidezeremonie durchfĂŒhren zu lassen. Letzterer gab ihm den Namen Ngawang Thrinle Wangchug. FĂŒnf Jahre spĂ€ter, im Jahr 1839, nahm er die Novizenordination und erhielt noch einen weiteren Namen: Geleg Chökyi Özer DrodĂŒl PĂ€lzang. Im nĂ€chsten Jahr (1840) starb sein geliebter Lehrer. Des Weiteren fiel in jenem Jahr Ladakh unter General Zorawar Singh (1786-1841) an die Dogras. Dies wirkte sich ungĂŒnstig auf die Drikung-Klöster in Ladakh aus. 1842 drangen die Dogras dann in Ngari ein. Thugje Nyima und das ganze Kloster Drikung Thil fĂŒhrten viele Rituale aus, um ihre Klöster und die lokale Bevölkerung in Westtibet vor diesen Eindringlingen zu beschĂŒtzen. Schließlich wehrte die tibetische Armee sie von Ngari ab, aber Ladakh wurde 1842 unwiderruflich Jammu und Kashmir angegliedert.

Thugje Nyima erhielt 1847 die volle Mönchsordination von einem SchĂŒler des vorherigen Kyabgön Chetsang. Danach begann er, die buddhistische Lehre und Rituale unter Lhogar Trichen und Guna zu studieren. Seine Mahamudra-Unterweisungen bekam er von Kyuchog Könchog Tenpa wĂ€hrend einer besonderen Zusammenkunft im Goldenen Tempel. Thugje Nyima studierteaußerdem die tibetische Medizin und wurde spĂ€ter ein fĂŒhrender Arzt.

1850 war ein weiters Jahr des Unfriedens in Tibet. Es gab sowohl in Ruthog als auch an einem Ort an der Grenze zu China, Nyaltha genannt, Krieg. Überdies beuteten die EnglĂ€nder die VolksstĂ€mme im sĂŒdlichen Himalaya aus (besonders die Tawang)und die Regierung in Lhasa unterdrĂŒckte die Bevölkerung von Zentraltibet. Trotz der unsicheren Zeiten gab Thugje Nyima 1851eine umfangreiche Reihe von ErmĂ€chtigungen in Terdrom und setzte seine Dharma-AktivitĂ€ten fort. 1858 ging er auf Pilgerreisezum Berg Kailash.

1862 brach in Zentraltibet BĂŒrgerkrieg aus, was zu Reting Rinpoches Flucht nach Amdo fĂŒhrte. Auch Thugje Nyima verließ die Gegend und fand Frieden und Schutz in Gönsar Gompa in Nagshö. Zwischen Drikung und Nagshö hielt er an, um viele befreundete Klöster zu besuchen. 1863 sprach er vor einer großen Dharma-Versammlung mit Kyabje Dorje Chang, wĂ€hrenddessen er den ‚FĂŒnfteiligen Pfad der Mahamudra’ und ‚Die Eine Intention’ lehrte, die Avalokiteshvara Erlaubnis-Initiation (tib. Jenang) gab und so weiter. In jenem Sommer kehrte er nach Drikung zurĂŒck. 1865 starb Chungtsang Chönyi Norbu und Thugje Nyima nahm an der Beisetzung teil.

Thugje Nyima machte in den nĂ€chsten Jahren mehrere AusflĂŒge an Pilgerorte in Kongpo. 1868 ging er nach Tsari, Chigchar, Labchi und Gampo. 1869 reiste er nochmals dorthin. Seine Hellsicht ermöglichte es ihm, auf dieser Reise zu erkennen, dass der Chungtsang Tulku wiedergeboren war. Der sechste Chungtsang Tulku wurde als Cousin des zwölften Dalai Lama, Thrinle Gyatso (1856-1875), mĂŒtterlicherseits geboren. 1870 bestĂ€tigte die Ganden-Regierung die Erkennung jenes Jungen als Chungtsang Tulku. Im folgenden Jahr wurde er nach Drikung gebracht. Der junge Chungtsang Tulku traf am 15. Tag des ersten tibetischen Monats ein, dem Fest des Zeigens von WunderkrĂ€ften des Buddha, um seine Widersacher zu ĂŒberzeugen. Thugje Nyima fĂŒhrte die Haarschneidezeremonie durch und nannte ihn Könchog Tenzin Chökyi Lodrö.

Im Laufe der Jahrhunderte brachen gelegentlich Konflikte zwischen den Chetsang- und Chungtsang-Lagern aus. Nachdem der junge Chungtsang Tulku in Drikung eingetroffen war, erwies es sich als schwierig, sich auf Herrschaftsteilung zu einigen. Der Sohn des Aufsehers in Drikung ergriff Partei und versuchte, die jeweiligen Machtbefugnisse, die die beiden Lamas ĂŒber die Institution hatten, gleichmĂ€ĂŸig aufzuteilen. Thugje Nyima stimmte seinen Forderungen nicht zu und es folgte eine Auseinandersetzung. Da der junge Chungtsang Tulku aus der Familie des Dalai Lama stammte, konnte Thugje Nyimas Lager nicht siegen und er wurde ins Exil nach Tölung geschickt.

1878 wurde der im Exil lebende Thugje Nyima nach Nangchen eingeladen. Auf dieser Reise nach Osttibet besuchte er wieder Nagshö und es entstand eine enge Verbindung mit Lho Jedrung Rinpoche. 1881 kehrte Thugje Nyima nach Zentraltibet zurĂŒck. Zwei Jahre spĂ€ter, im Jahre 1883, kehrte Thugje Nyima schließlich nach Drikung zurĂŒck. 1884 gab er eine mĂŒndliche Übertragung der Schriften der Meister der KagyĂŒ-Linie. Thugje Nyima war im Sommer und Herbst 1885 krank und hielt sich zur Erholung in Kyetsal Rabgye Ling in Luma Jangra auf. WĂ€hrend seiner Krankheit besuchte ihn Drubwang Könchog Chökyab. UnglĂŒcklicherweise konnten die Heilungsrituale des Letzteren ihn nicht gesund machen und im gleichen Jahr starb der Kyabgön Chetsang. Bedeutende Lamas, die zu den SchĂŒlern des fĂŒnften Kyabgön Chetsang gezĂ€hlt werden, sind Lho Jedrung, Ön KĂŒnzang Drödul, Drubwang Könchog Tenzin, Rinchen Ngawang PhĂŒntsog, Khewang Könchog Norzang, Khenchen Sönam KĂŒnga, Surpön Könchog Zangden, Katsel Nyedag Thrinle Könchog und Changlochen Khenchung.

ZusÀtzliche Informationen

BuchausfĂŒhrung

eBook