Neues im Mandala Dharma-Shop 2020

Digitale Texte des Drikung KagyĂĽ Verlags

Das digitale Zeitalter macht auch vor traditionellen tibetischen Meditationstexten nicht halt – zumindest nicht ganz. Viele alte Texte liegen mittlerweile in gescannter oder digitaler Form vor und können so für wissenschaftliche und Dharma-Zwecke einfacher verwendet werden. Bei der Erstellung von Meditationstexten und Gebeten mit westlichen Übersetzungen ist der PC seit mehr als 25 Jahren nicht mehr wegzudenken. Bei der Durchführung der Meditationspraxis sieht es mitunter anderes aus.

Weiterlesen

Frischer Safran

Wir haben eine Lieferung frischen Safran bekommen, der insbesondere für das Färben des Reises für die Mandala-Darbringung gut geeignet ist. Er kann aber auch zum Kochen oder die innere Reinigung verwendet werden. Es gilt folgende Preisstaffelung:

2g für 8 €      5g für 15 €      10g für 25 €      25g für 50 €

Zum Safran im Online-Shop

Buchvorstellungen

Wie leben? – Wie sterben?

Wie hat ein groĂźer buddhistischer Meister gelebt?
Wie wollen wir leben? – Wie können wir etwas in unserem Leben ändern?
Was denken wir ĂĽber den Tod und das Danach?

Vier Neuerscheinungen, die wir für die Buchtipps ausgewählt haben, gehen Fragen wie diesen nach – Fragen, die alt sind, aber partout nicht veralten.

Alle nachfolgend vorgestellten Bücher sind im Mandala Dharma-Shop erhältlich – vor Ort und online.

Buchtipp 1

Matthieu Ricard
Der erleuchtete Vagabund
Leben und Lehre von Patrul Rinpoche

Vorworte von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama, Alak Zenkar Rinpoche und Jigme Khyentse Rinpoche

Manjugosha Edition 2019
Hardcover, 364 Seiten, mit 40 s/w und zwei farbigen Abbildungen
29,90 €

Matthieu Ricard (Jahrgang 1946) hatte eine vielversprechende Karriere in der Molekularbiologie vor sich, als er beschloss, buddhistischer Mönch zu werden. Heute ist er als Mittler zwischen Ost und West und Übersetzer des Dalai Lama weltweit unterwegs.

In seinem eben auf Deutsch erschienenen Buch „Der erleuchtete Vagabund – Leben und Lehre von Patrul Rinpoche“ hat Ricard Geschichten „aus Gesprächen mit groĂźartigen zeitgenössischen Lehrern sowie aus schriftlichen Quellen“ ĂĽber das Leben „des wandernden Yogis Patrul Rinpoche“ gesammelt und aus dem Tibetischen ĂĽbersetzt.

Im Vorwort zu „Der erleuchtete Vagabund“ schreibt der Dalai Lama:

„Patrul Rinpoche, Orgyen Jigme Chökyi Wangpo, war einer der einflussreichsten tibetischen Meister des 19. Jahrhunderts und berühmt für seine nicht-sektiererische Einstellung gegenüber allen vier Schulrichtungen des tibetischen Buddhismus sowie für seinen anspruchslosen und der spirituellen Praxis geweihten Lebensstil. […] Dem Vorbild des hauslosen Lebens von Buddha und seinen Anhängern folgend, lebte er ohne feste Bleibe als ein wandernder Yogi, der in der Einsamkeit praktiziert. […]

Obwohl es keine ausführliche Biographie von Dza Patrul Rinpoche gibt, ist sein Vermächtnis noch in den Geschichten, die man sich über ihn erzählt, lebendig. Matthieu Ricard hat viele von ihnen gesammelt und einem größeren Leserkreis zugänglich gemacht. Für seine mühevolle Arbeit spreche ich ihm meine Anerkennung und meinen Dank aus.

Traditionellerweise sind Biographien herausragender spiritueller Meister nicht einfach nur Geschichten zum Zweck der Unterhaltung. Sie sind für die Nachfahren da, als Inspiration und um daraus zu lernen. Ich bete, dass dieses neue Buch über Dza Patrul Rinpoche diesen wichtigen Zweck voll und ganz erfüllt.“

Buchtipp 2

Tokmé Zongpo / Ken McLeod
Leiden verwandeln – Glück schenken
37 Ăśbungen fĂĽr das Auf und Ab des Lebens

edition steinrich 2019
Hardcover, 191 Seiten
19,90 €

Ken McLeod (Jahrgang 1948) ist Autor und Übersetzer. Er befasst sich seit über vierzig Jahren mit asiatischen Wegen (einschließlich Buddhismus, Tai Chi und Kampfkünste) und lehrt und berät Menschen seit über zwanzig Jahren. Sein wichtigster Lehrer war Kalu Rinpoche. In den 1990er Jahren gründete er „Unfettered Mind – Pragmatic Buddhism“ (www.unfetteredmind.org) für Menschen, die ihren Weg außerhalb bestehender Zentren und Institutionen gehen wollen.

„Buddhismus aktuell“ schreibt in einer Rezension (2020/1):

„Im englischsprachigen Raum ist Ken McLeod seit vielen Jahren dafür bekannt, westlichen Praktizierenden klassische Texte aus der buddhistischen Tradition so nahebringen zu können, dass nicht nur intellektuell verständlich, sondern tatsächlich erfahrbar wird, was die alten Meister gemeint haben, aber in religiös-kulturellen Bildern ausgedrückt haben, die uns heute vielfach fremd anmuten oder gänzlich unverständlich sind. Erstmals ist nun eines seiner Bücher in deutscher Sprache erschienen – eine Übersetzung und Kommentierung der „37 Übungen eines Bodhisattva“ von Tokmé Zongpo. Mich haben McLeods klare, aber auch sehr poetische Erläuterungen dieses Textes, der bis heute seinen festen Platz in traditionellen tibetisch-buddhistischen Unterweisungen hat, von der ersten Zeile an in ihren Bann gezogen, haben sie mir doch einen Erfahrungsraum geöffnet, in dem ich spüren konnte, wie viel mir diese Verse über mich und mein Leben zu sagen haben. Dabei sind mir, muss ich gestehen, klassische tibetische Texte bislang immer eher fremd geblieben. Seine Worte machen Mut, ja, laden geradezu ein, die vielen Erfahrungen, die uns das Leben beschert, in aller Tiefe und in ihrem Auf und Ab ausloten, durchleben und bejahen zu wollen.“

Buchtipp 3

Brigitte Thelen
Buddhas Sieben Ăśbungen – Anleitung fĂĽr unser GlĂĽck
Mit ReisefĂĽhrerin in das Reine Land der GroĂźen Freude

MĂĽnchen 2020
Softcover, 575 Seiten
16 €

Die MĂĽnchener Buddhistin Brigitte Thelen setzt sich seit 1998 mit dem tibetischen Buddhismus (ĂĽberwiegend in der Karma KagyĂĽ Linie unter Leitung des 17. Karmapa Thaye Dorje) auseinander. Sie ist Ăśbersetzerin und Herausgeberin von „Unsere GefĂĽhle, SchlĂĽssel zu Freude und GlĂĽck” von Lama Jigme Rinpoche, das derzeit bereits in 5. Auflage erscheint.

In „Buddhas Sieben Übungen“ legt sie nun ein umfassendes Buch über die von Buddha selbst gelehrten Übungen, die traditionell auch als „Sieben Zweige-Gebet“ bekannt sind, vor.

Ăśber die Entstehung des Buches schreibt sie:

„Die Sieben Übungen, […] sind eine klassische Übung, die von Buddha gelehrt wurde. Wir begegnen ihr im tibetischen Buddhismus fortlaufend.

Insofern war mir diese Praxis schon länger oberflächlich bekannt. Auch mündliche Belehrungen hatte ich wiederholt dazu erhalten. Als ich mich dann näher damit befasste, ging es zunächst darum, mündliche Erklärungen vorzubereiten und hierfür Notizen zu machen. Aber die Aufzeichnungen an den langen Münchner Winterabenden im Februar 2013 wurden immer länger. […] Denn mit Erstaunen wurde mir klarer, dass diese scheinbar so einfachen Übungen sehr kostbar und überaus nützlich sind.

Weiter, dass diese Praxis auch sehr gut für Menschen geeignet ist, die im modernen Leben stehen und wenig Zeit haben. Oder die vielleicht (noch) nicht formal Buddhistinnen oder Buddhisten werden möchten, aber Hilfreiches aus der Lehre Buddhas für sich verwenden wollen.“

Viele Zitate und Lebensgeschichten von Frauen setzen ein lebendiges Gegengewicht gegen die sonst oft von Männern dominierten Belehrungen

Buchtipp 4

Dzongsar Jamyang Khyentse
Leben ist Sterben
Wie wir uns auf das Sterben, den Tod und darüber hinaus vorbereiten können

Manjugosha Edition 2019
Hardcover, 279 Seiten
19,90 €

Der tibetisch-buddhistische Lama, Filmregisseur und Autor Dzongsar Jam­yang Khyentse (Jahrgang 1961) ist u.a. durch sein Buch „Weshalb Sie (k)ein Buddhist sind“ (2007) vielen bekannt.

In seinem neuen Buch „Leben ist Sterben“ bietet er seinen Lesern ein weites Spektrum an Ratschlägen, wie wir uns auf das Sterben, den Tod und darüber hinaus vorbereiten können. Als Antwort auf fast hundert Fragen, die ihm von Freunden und Schülern gestellt wurden, erklärt er, wie wir

  • uns auf den eigenen Tod vorbereiten und dem Moment des Todes begegnen sollten,
  • bestmöglich durch die Bardos (Zwischenzustände) navigieren,
  • Sterbenden helfen und ihnen Mut zusprechen sowie
  • Sterbende und Verstorbene durch spirituelle Methoden anleiten und unterstĂĽtzen können.

„Die Frage „Noch ein Buch zu Tod und Sterben – braucht es das?“ kann man nach der Lektüre von „Leben ist Sterben“ ganz sicher mit Ja beantworten, denn es ist ohne Zweifel ein weiteres wichtiges Werk zu diesem Thema. […]

Ganz sicher bieten die grundlegenden Fragen im vorderen Teil des Buches allen Menschen – gleich welcher Konfession – praktische Hilfe zum Thema Sterbebegleitung und Tod. […] Für Praktizierende der tibetischen Tradition allerdings bietet der hintere Teil eine wirklich tiefgreifende Anleitung zur Begleitung in und durch den Sterbeprozess und darüber hinaus. Hier hat Dzongsar Jamyang Khyentse eine Art Handbuch zusammengestellt, das unter anderem die Anweisungen aus Karma Lingpas „Großer Befreiung durch Hören im Bardo“ vereinfacht und damit sehr praktisch und anschaulich für jeden anwendbar darlegt.  (aus der Rezension in „Buddhismus aktuell“ 2020/1)

Das Buch ist auch zum freien Download auf Dzongsar Jamyang Khyentses Website verfĂĽgbar.

Zusammenstellung von Rolf Blume