Buddha Amitayus (tib. Tsepame)

Der Buddha des grenzenlosen Lebens

Das edle Mahāyāna-SĆ«tra – Unermessliches Leben und ursprĂŒngliches Gewahrsein
Der Text „Eine vollstĂ€ndige Beschreibung und Lobpreisung der QualitĂ€ten des Tathāgata Aparimitayurjnāna“ enthĂ€lt Verse, die den Nutzen des Sutra und des Mantra von Buddha Amitayus beschreiben. Diese beziehen sich darauf, dass man dieses Sutra hört, es rezitiert, niederschreibt, aufbewahrt und Gaben darbringt.
Wir haben eine Spende fĂŒr den Druck des Sutras erhalten. Frei-Exemplare liegen in unserem Zentrum aus oder können gegen Erstattung der Versandkosten zugeschickt werden. Die Weitergabe findet auf DANA-Basis statt. Von den Spenden können weitere Schriften erstellt und weitergegeben werden.
Wir möchten uns fĂŒr die Spenden bedanken und haben dies zum Anlass genommen, Drubpön Kunsang um eine Buddha Amitayus Einweihung zu bitten. (DANA-Exemplar des edlen Mahayana-Sutra im Mandala Online-Shop)

Meditationen zum Erhalten der Lebensenergie
Eine wichtige Methode des Vajrayana ist die Meditation des Buddha Ami­tayus (tib. Tsepame). Durch sie wird nicht nur die Lebensenergie erhalten und vermehrt, sondern sie schĂŒtzt auch vor Krankheiten, einem elenden Dasein und vorzeitigen Tod. Neben der Lebensspanne wachsen die zwei Ansammlungen – Verdienst (positives Potenzial) und Weisheit – an und alles Positive und unsere QualitĂ€ten und FĂ€higkeiten nehmen zu. Wir erhalten den Segen der fĂŒnf Buddha-Familien.
Sind unsere KrĂ€fte geschwĂ€cht oder lassen nach, können wir uns durch die Meditation und Mantra-Rezitation erholen und unsere Energien regenerieren. Alles, was durch Ă€ußere und innere EinflĂŒsse geschĂ€digt wurde, verloren gegangen ist oder nachgelassen hat, kann durch diese Methode wiederhergestellt und erneuert werden. Je schlechter unser Zustand ist, umso schwieriger wird es aber, die notwendigen Methoden anzuwenden und oft sind wir dann nicht mehr in der Lage, dies selbst zu tun. Daher ist es wichtig, diese Meditation nicht zu vernachlĂ€ssigen und in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden anzuwenden, solange es uns noch gut geht. Außerdem kann die Praxis auch fĂŒr andere ausgefĂŒhrt werden.
Zur DurchfĂŒhrung der Praxis gehören die entsprechenden Übertragungen des Vajrayana mit den Unterweisungen zur Praxis. Nachdem wir uns mit den Aspekten der Meditation vertraut gemacht haben, können wir diese in unserer tĂ€glichen Praxis anwenden. Um die Praxis zu vertiefen, können wir weitere ErklĂ€rungen und RatschlĂ€ge zur Praxis hören sowie Texte und Kommentare aus den Lehren von Sutras und Tantras studieren.
Damit dieser kostbare Menschenkörper, der die Grundlage fĂŒr das VervollstĂ€ndigen der zwei Arten der Ansammlung ist, lange erhalten bleibt, soll die Praxis von Buddha Amitayus so oft wie möglich durchgefĂŒhrt werden. Dies gilt auch, wenn wir etwas Neues beginnen oder in ein lĂ€ngeres Retreat gehen wollen. Traditionell wird die Amitayus-Praxis auch vor den vorbereitenden Übungen (tib. Ngöndro) ausgefĂŒhrt. Es ist auch sehr wirkungsvoll, die Einweihung mehrmals zu erhalten, insbesondere, wenn wir selbst nicht so viel praktizieren können.

Der Reine Nektar des Langen Lebens – Langlebenspraxis des Buddha Amitāyus
Der Praxistext, den wir in unserem Zentrum verwenden, geht auf die Mahāsiddha Rajnyini (Machig Drubpe Gyalmo)[1] zurĂŒck und wurde durch Rechungpa (Dorje Dragpa)[2] nach Tibet gebracht. Dann wurde er ĂŒber Milarepa und die weiteren Meister der Übertragungslinie, wie sie im Liniengebet genannt werden, weitergegeben. Wir fĂŒhren diese Praxis zu verschiedenen AnlĂ€ssen aus und haben Drubpön Kunsang gebeten, nach lĂ€ngerer Zeit wieder eine Einweihung zu geben. Dadurch erhalten die Teilnehmenden den Segen und die Kraft der Meister der Linie, die diese Methode ĂŒber viele Generationen durch die eigene Praxis erhalten und weitergegeben haben, und die eigene Praxis kann zur Reife kommen und FrĂŒchte tragen.

Aus der ausfĂŒhrlichen Sadhana haben wir auch einen kurzen Text zur regelmĂ€ĂŸigen Praxis zusammengestellt, sodass man die Meditation auch im tĂ€glichen Leben leicht anwenden kann. (Artikel-Nr.: 024-001, verschiedene Formate, 13 €)

Zusammenstellung von TĂ€ndsin T. Karuna

[1] Mahāsiddha Rajnyini (tib. Machig Drubpe Gyalmo, auch: Machig Drubgyal­ma), die die Sidddhi der Unsterblichkeit verwirklicht hatte.
[2] Rechungpa Dorje Dragpa (1084-1161), ein HauptschĂŒler von Milarepa. Er reiste dreimal nach Indien und brachte von dort Unterweisungen und Übertragungen nach Tibet, die Marpa wĂ€hrend seines Aufenthaltes in Indien noch nicht erhalten hatte.