Bericht von der Mitgliederversammlung 2011

Die diesjĂ€hrige MV war sicher eine Besondere, da die großen finanziellen Schwierigkeiten des letzten Jahres viele Mitglieder mit Sorge um die Zukunft des Zentrums erfĂŒllt hat.

AktivitÀten im Jahr 2010

Bevor wir zu den Finanzen kamen, stand zunĂ€chst der TĂ€tigkeitsbericht fĂŒr das Jahr 2010 an. TĂ€ndsin T. Karuna ließ die vielen AktivitĂ€ten des Jahres noch einmal Revue passieren. Da ist einiges zusammengekommen:

  • 3 mehrtĂ€tige Seminare mit buddhistischer Lehrern
  • das Praxis- und Studienprogramm mit 10 Tagesseminaren und Praxistagen
  • 7 weitere Seminare
  • 8 wöchentlich stattfindende Kurse
  • 15 VortrĂ€ge
  • 20 Ganapujas
  • 6 Filme
  • weitere Veranstaltungen wie die Auftritte der Tserkarmo-Mönche in den City-Kirchen in Aachen und Mönchengladbach

Leider konnten geplante Besuche der tibetischen Lehrer Dhagpo Chenga Rinpoche, Drubpön Sonam Jorphel Rinpoche, S.E. Ayang Rinpoche und S.E. Ontul Rinpoche in 2010 aus verschiedenen GrĂŒnden nicht stattfinden.
Das im Herbst 2005 begonnene fĂŒnfjĂ€hrige Studienprogramm zur buddhistischen Philosophie wurde im Sommer 2010 abgeschlossen.

Im Laufe des Jahres kamen vier Schulklassen im Rahmen des Religions- oder Philosophieunterrichts ins Zentrum, um NĂ€heres ĂŒber den Buddhismus zu erfahren. Außerdem besuchten zwei Abschlussklassen des Seminars fĂŒr Altenpflege sowie ein Seminar der katholischen Theologie der RWTH Aachen das Zentrum.

Über verschiedene andere AktivitĂ€ten wie z.B. die Mitarbeit in der AG Unterrichtsmaterialien der DBU oder das Treffen der deutschen Drikung-Zentrum bei uns haben wir in frĂŒheren Rundbriefen schon ausfĂŒhrlicher berichtet.

Im Drikung KagyĂŒ Verlag sind einige Texte ĂŒberarbeitet und neue herausgebracht worden. Es wurden eine Reihe von Meditationstexten mit englischer Übersetzung vorbereitet, die in 2011 veröffentlicht werden sollen und insbesondere fĂŒr europĂ€ische Drikung-Zentren gedacht sind, die nicht deutschsprachig sind.

Wir sind sehr froh, dass so viele verschiedene AktivitĂ€ten in unserem Zen­trum geschehen können und haben die Überzeugung, dass all dies langfristig vielen Wesen von Nutzen sein wird.

Die Finanzen

Nun zum Kassenbericht: Durch großzĂŒgige Spenden und die Reduzierung der beiden Teilzeitstellen zur Mitte letzten Jahres ist das Defizit in 2010 zwar erheblich geringer ausgefallen als wir befĂŒrchtet hatten, ist aber dennoch mit ca. 5000 € betrĂ€chtlich. Die angegriffenen RĂŒcklagen mĂŒssen langfristig wiederhergestellt werden und auch die Reduzierung der Teilzeitstellen ist keine Dauerlösung, da zum einen die Menge der anfallenden Aufgaben eher zunimmt als geringer wird und zum anderen eine vernĂŒnftige Lebensgrundlage und Altersvorsorge der Angestellten bereitgestellt werden sollte, damit sie auch langfristig fĂŒr die vielfĂ€ltigen Aufgaben des Zen­trums zur VerfĂŒgung stehen können.

Zum GlĂŒck konnten wir neue Mitglieder gewinnen und sind insbesondere durch die Erhöhung oder Verdoppelung der BeitrĂ€ge einiger Mitglieder mit mehr Zuversicht in das Jahr 2011 gestartet, auch wenn wir von den VerhĂ€ltnissen vor zwei Jahren noch ein ganzes StĂŒck entfernt sind. Es ist also noch nicht die Zeit, Entwarnung zu geben, auch wenn die ersten Schritte gegangen sind. Weiterhin bedarf es gemeinsamer Anstrengungen, bis wir eine stabile Basis geschaffen haben.

Es ist sicher immer wieder gut, sich bewusst zu machen, dass es lange brauchen wird, bis der Buddhismus wirklich bei uns im Westen angekommen ist. DafĂŒr ist aber das Potential, das der Buddhismus in sich trĂ€gt, enorm hilfreich – gerade fĂŒr unsere Gesellschaft. Erste Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die derzeit nur Teilaspekte von Meditationen betrachten, belegen dies und die Meister der Vergangenheit und Gegenwart verkörpern die tiefen Erkenntnisse, die jeder erfahren und verinnerlichen kann, der den Weg des Buddha geht.

Jede UnterstĂŒtzung des Zentrums hilft Vielen, den Weg kennenzulernen und zu gehen, sich selbst eingeschlossen .

Christian Licht